Schadensfreiheitsklassen

Schadensfreiheitsklasse

Haftpflicht und Vollkasko – Schadensfreiheitsklassen

In den Schadensfreiheitsklassen wird der Versicherungsnehmer mit seinem KFZ eingestuft. Es gibt die Stufen 0-29 – wobei 29 als die beste Schadensfreiheitsklasse gilt. Die Einstufung in eine dieser Klassen hängt von der Unfallquote des Autofahrers ab. Sollte jemand ein Jahr unfallfrei gefahren sein, wird derjenige eine Klasse höher gestuft. Dieses Jahr wird auch als Beobachtungszeitraum deklariert. Umgekehrt verhält es sich jedoch auch so, dass der Versicherungsnehmer zurückgestuft wird, sobald ein Schaden in der Vollkasko- oder Haftpflichtversicherung der Versicherungsgesellschaft gemeldet wurde.
Eine weitere Besonderheit dieser Klassen ist, dass sie nicht in der Teilkaskoversicherung gelten. Es empfiehlt sich auch, bei kleineren Schäden am Fahrzeug diese selbst reparieren zu lassen, ohne die Gesellschaft zu informieren bzw. die Vollkaskoversicherung in Anspruch zu nehmen. Man bleibt somit in seiner eigenen Schadensfreiheitsklasse, ohne eine höhere Prämie im Folgejahr begleichen zu müssen.

Die Prämie richtet sich allerdings nicht nur nach der erworbenen Klasse,auch der Zulassungsbezirk, das Alter des Fahrers und die Einstufung des verwendeten Fahrzeugs in eine Typklasse, sind ausschlaggebend. Dies ist der Fall, weil Statistiken in diesen Bereichen die Grundlage für die Berechnung bilden. Ist die Unfallquote in einem bestimmten Bezirk sehr hoch, verändert dies auch die Prämie, da das Risiko somit als höher eingestuft wird. Dieses Beispiel trifft auch auf die Handelsmarke des KFZ, das verwendet wird, zu.

Die Klassen 0-29 sind bei jeder Versicherungsgesellschaft identisch, allerdings weichen die Prozente pro Klasse ab. Daher lohnt es sich, verschiedene Versicherungsgesellschaften zu vergleichen, um die günstigste Prämie für sein KFZ zu erlangen. Dies gilt auch bei einem Versicherungswechsel, hierbei wird jedoch nur die Schadensfreiheitsklasse berücksichtigt, nicht jedoch der Rabatt der zuvor verwendeten KFZ-Versicherung.

Ein Fahranfänger erhält in der Regel die Stufe 0. In dieser Stufe hat der Versicherungsnehmer 240% der eigentlichen Prämie zu begleichen, der hohe Prozentsatz lässt sich durch das höhere Risiko für die Gesellschaft erklären. Denn statistisch gesehen verschuldet ein Fahranfänger im Jahr mehr Unfälle als ein langjähriger Autofahrer, der schon Erfahrung gesammelt hat.

Die Schadensfreiheitsklassen können somit als Belohnung für unfallfreie Autofahrer gesehen werden, die höchste Stufe wird nach 29 unfallfreien bzw. schadensfreien Jahren erreicht.